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Ernährungsmythen:
Lass dir keine Lügen auftischen!

Kaum ein Bereich unseres Lebens ist so überladen mit Ratgebern und Weisheiten wie die Ernährung. Und vieles, was man hört, stimmt so pauschal nicht. Unsere Experten schauen da etwas genauer hin und verraten dir, ob Fruchtsäfte wirklich gut für dich sind und pflanzliche Fette tatsächlich immer besser als tierische.

Falsch. Häufig wird ein geringer Mehrbedarf damit vertreten, dass der Muskel „nur“ zu 20 % aus Eiweiß besteht. Bei einem Muskelaufbau von fünf Kilogramm pro Jahr nimmt die reine Körpersubstanz also nur um ein Kilogramm zu. Dieser Mehrbedarf lässt sich scheinbar leicht über die Nahrung abdecken. Bei dieser Rechnung wird ein wichtiger Punkt aber leider vergessen: Für den Aufbau trainiert der Sportler in der Regel dreimal pro Woche intensiv. Und dieser gesetzte Reiz wird nur dann optimal in Muskulatur umgesetzt, wenn der Körper anschließend mit hochwertigen Nährstoffen versorgt wird, das bestätigt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Empfehlenswert sind Fette mit einem höheren Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-3, wie sie in Raps-, Oliven- und Leinsamenöl enthalten sind. Omega-6-fettsäurereiche Öle wie Distel-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl sollten dagegen eher reduziert werden.

Nein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat einen Eiweißverzehr von 2,0 g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag für Gesunde als unbedenklich eingestuft. Selbst Diabetikern ohne Nierenproblemen kann ein moderat erhöhter Eiweißanteil empfohlen werden. Kombiniert mit einer Steigerung hochwertiger Fette bei gleichzeitiger Reduktion von Kohlenhydraten verbessert sich häufig die Stoffwechselsituation.

Nicht, wenn man es richtig anstellt. Eiweißreiche Produkte haben unterschiedliche Gehalte an Purinen, aus denen sich im Körper Harnsäure bildet. Diese begünstigt Gicht tatsächlich. Wer sich aber an purinarme Lebensmittel hält, z.B. Milch, setzt sich hier keinem erhöhten Risiko aus. Übrigens, unsere Eiweißshakes sind sogar komplett purinfrei.

Nein. Eine adäquate Eiweißzufuhr wird mit steigendem Lebensalter sogar wichtiger. Denn Eiweiß ist maßgeblich für Vitalität und den Erhalt von Knochen verantwortlich. Eine Unterversorgung geht zu Lasten der allgemeinen körperlichen Fitness. Der Hintergrund: Wegen verminderter Enzym- und Magensäureproduktion verringert sich mit zunehmendem Alter die Aufnahme sämtlicher Nährstoffe, insbesondere des Eiweißes.

Im Gegenteil. Eiweißshakes sind fett- und kalorienarm, womit sie das Risiko einer überkalorischen Ernährung mindern. Wenn jemand allerdings seine normalen Essgewohnheiten beibehält – kann der Shake ja nichts dafür. In ihrem Verhältnis Kalorien zu hochwertigem Eiweiß sind Shakes top!

Falsch. Die einseitige Überversorgung mit tierischen Produkten kann den ausgeglichenen Säure-Basenhaushalt im Körper stören, das stimmt. Wenn aber auch pflanzliches Eiweiß aus Nüssen sowie Hülsenfrüchten und täglich Gemüse und Obst auf dem Programm stehen, bleibt auch der Säure-Basenhaushalt im Gleichgewicht. Eiweißshakes können aufgrund des hohen Gehaltes an Mineralstoffen als neutral eingestuft werden und stärken zusätzlich die Knochen.

Nicht immer! Denn leider enthalten fettfreie Süßigkeiten wie beispielsweise Weichgummi circa 70% puren Zucker. In einer 300 Grammg-Tüte sind also satte 840 Kalorien in Form von 210 g Zucker enthalten. Diese Energie kann man entweder innerhalb von 90 Minuten Sport verbrennen oder der Körper wandelt sie in Fett um. Die Redensart „kurz im Mund – schnell auf der Hüfte“ trifft auf einen Großteil von Naschereien leider zu. Besser und ohne schlechtes Gewissen zu genießen sind hochwertige Eiweißriegel.

Richtig. Eier enthalten viel Cholesterin und zu viel Cholesterin belastet Herz und Gefäße. Aber: Cholesterin ist auch lebenswichtig, da es Zellmembranen und Nerven schützt. Außerdem wird es für die Bildung von Hormonen gebraucht und unterstützt das Immunsystem. Neueren Studien zufolge wirken sich Hühnereier sogar positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Ein Ei, das durchschnittlich 63 g wiegt, bietet dem Körper fast alles, was er braucht.

Teilweise. Ein Glas Orangensaft zum Frühstück und Traubensaftschorlen zum Sport sind sicherlich gut und sinnvoll. Allerdings sind sie in Maßen zu genießen und Abnehmwillige vergessen häufig, diese Kalorien in ihre Energie-Bilanz aufzunehmen. Die Empfehlung lautet daher: „Trinke keine unnötigen Kalorien!“

Falsch. Natürlich ist frisches Obst ideal um dem Körper wichtige Vitamine zuzuführen. Nicht frisch heißt aber nicht automatisch nicht gut. Denn: Tiefkühlobst bzw. -gemüse wird zum besten Reifezeitpunkt gepflückt, wenn der Vitamingehalt am höchsten ist. Wenn es kurz nach dem Ernten schockgefroren und licht- und luftdicht verpackt wird, bleiben die Vitamine weitestgehend erhalten. Bei Konserven ist der Verlust höher aber auch dieses Gemüse und Obst hilft, den Speiseplan gesünder zu gestalten.

Falsch. Frauen haben im Vergleich zu Männern einen geringeren Testosteronspiegel im Körper. Daher führt Gerätetraining und eine eiweißreiche Versorgung über die Muskelkräftigung eher zur Straffung des Körper- und Bindegewebes.

Falsch. Nüsse enthalten jede Menge essentielle Fettsäuren, die der Körper zum Zellaufbau benötigt. Die wertvollen Fette beeinflussen außerdem die Blutfettwerte positiv und schützen so die Blutgefäße vor Verkalkung. Zudem liefern Nüsse reichlich Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel Vitamin E und Eisen. Eine kleine Handvoll am Tag, z.B. über den Salat gestreut unterstützt die Gesundheit.

Falsch. Wasser enthält leider so gut wie keine Mineralien. Um dem Körper das zurückzugeben, was er über den Schweiß beim Training verliert, sind Sportgetränke ideal. Sie enthalten Calcium und Magnesium und vermeiden damit durch Flüssigkeits- oder Nährstoffmangel bedingte Kopfschmerzen oder Krämpfe. 

Im normalen Alltags-Stress ist es mitunter schwer, sich immer ausgewogen zu ernähren. Hier kann Sporternährung eine sinnvolle Ergänzung zu den Mahlzeiten sein. Selbstverständlich sind sie kein Ersatz für Lebensmittel, sondern lediglich eine Hilfe, die Ernährung auf einfache Weise zu optimieren.